| Das Elternhaus hat einen starken Einfluss auf den Berufs- und Bildungserfolg der Kinder. Wohlhabende, gebildete Menschen stammen oft von wohlhabenden, gebildeten Eltern; arme, wenig gebildete Menschen stammen oft von armen, wenig gebildeten Eltern. Besonders in Südeuropa, Großbritannien, Frankreich und den USA ist dieser Zusammenhang stark ausgeprägt. Dies zeigt eine aktuelle Studie der OECD, die Daten aus verschiedenen westlichen Ländern auswertet.
Untersucht wurde zunächst, inwieweit gutverdienende Eltern auch gutverdienende Kinder und schlechtverdienende Eltern schlechtverdienende Kinder haben. Ein solcher Zusammenhang ist sehr stark in Großbritannien, Italien, den USA und Frankreich zu beobachten. Schwach ausgeprägt ist er in Dänemark, Australien, Norwegen und Finnland. Das heißt, in diesen Ländern haben Kinder aus ärmerem Elternhaus deutlich bessere Chancen, die soziale Leiter hochzuklettern und später besser bezahlte Jobs zu bekommen als ihre Eltern.
Aber auch der Schulerfolg von Kindern hängt in einigen Ländern stark mit dem sozialen Status der Eltern zusammen. Das gilt etwa für die USA, Frankreich, Belgien und Luxemburg, in abgeschwächter Form auch für Deutschland. Vor allem in Deutschland ist hierfür ein Schulsystem verantwortlich, das Kinder schon früh auf verschiedene Schultypen festlegt. Die Nachteile eines bildungsfernen Elternhauses können so bis zum Übertritt in die weiterführende Schule noch nicht ausgeglichen werden. Auf der anderen Seite hat in Island, Finnland und Norwegen die Schulleistung der Kinder relativ wenig mit dem Status des Elternhauses zu tun.
Mehr Einzelheiten auf den Seiten der OECD http://www.oecd.org/document/14/ 0,3343,en_2649_37443_44575438_1_1_1_1,00.html
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