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Bewerben in Frankreich
Normalerweise werden Bewerbungsunterlagen von französischen Unternehmen NICHT zurückgesendet. Auch auf eine Absage kann man häufig lange warten; sprich: Meldet sich das Unternehmen nicht mehr, müssen Sie leider von einer Ablehnung ausgehen. Qualifizierte Arbeitszeugnisse, wie sie in Deutschland üblich sind, sind in Frankreich unbekannt. Wer also gerne nach absolviertem Praktikum einen Beleg darüber mit nach Deutschland nehmen möchte, sollte sich frühzeitig darum kümmern und dies mit dem Vorgesetzen abklären. Bewerbungsschreiben (lettre de motivation / lettre de candidature) Nach Möglichkeit sollte man das Schreiben an eine bestimmte, zuständige Person adressieren (vorher z.B. telefonisch erfragen, wenn in der Annonce kein Ansprechpartner genannt wird) und diese dann auch im Brief ansprechen. Zahlreiche Beispiele für französische Bewerbungsanschreiben unter http://www.letudiant-emploi.fr/pages/default.asp?page=/emploi/lettres
Für französische Bewerbungen gibt es keinen Standardlebenslauf; er sollte individuell auf die Bewerbung zugeschnitten sein. Grundsätzlich muss er ausführlicher geschrieben sein als es für eine deutsche Bewerbung nötig wäre, da ja keine weiteren Dokumente und Kopien hinzugefügt werden. Deshalb werden auch Abschluss und Zeugnisnoten - wenn sie es denn zu erwähnen lohnt - direkt in den Lebenslauf geschrieben. In Frankreich müssen die besonderen Fähigkeiten des Bewerbers ausschließlich aus seinem Lebenslauf hervorgehen! Biographische Details, die nicht wirklich für die anvisierte Stelle nötig sind, sollten nicht aufgelistet werden. Andererseits können sogar bestimmte Hobbys erwähnenswert sein, wenn sie den Bewerber damit besonders für den gewünschten Job qualifizieren. Zahlreiche exemplarische französische Lebensläufe können Sie hier einsehen: http://www.letudiant-emploi.fr/pages/default.asp?page=/emploi/cv
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